Es gibt ihn noch den Italiener ums Eck - Da Michele in MA-Feudenheim

Eigentlich wollten wir an diesem Abend nur einen Salat essen !! - Seit über 20 Jahren begeistern Michelle Nardelli und Familie in dem schönen Stadtteil Feudenheim mit einer handvoll ausgesuchten Speisen und Weinen aus Apulien, einem der ältesten Weinanbaugebieten der Welt. Die heutigen ausgesuchten Speisen standen im Lokal auf zwei großen Schiefertafeln (bis auf das Kalbsgericht). Das Angebot wird ergänzt durch eine kleine Standardspeisenkarte. Das gefällt !! -

Als wir ankamen waren erst 3 Tische belegt, wir suchten uns einen 2er Tisch am Fenster aus, eine halbe Stunde später war kein Tisch mehr frei, daher war es gut dass wir reserviert hatten, an einem Donnerstagabend wohlgemerkt. Die Inneneinrichtung erinnert stark ans ehemalige Da Michelle in Landau, die Theke ist genau wie ehemals in Landau unter einem Ziegeldach untergebracht, die restlichen Tische edel, wenn auch stark aneinander gereiht. Dennoch merkt man, dass man in einem der „besseren“ Stadtteile sitzt, die Gäste durchweg gebildet, mit Benehmen am Tisch und sehr gut angezogen, wir passten also sehr gut ins Gesamtbild :-)

Erstaunt waren wir von den doch auf den ersten Blick günstigen Essens und Getränkepreise. Hefe, König Ludwig wohlgemerkt, 0,5 für 2,80 sind eher eine Seltenheit in Mannheim. Auch gegrilltes Kalbssteak mit Pasta und Salat deutlich unter der 15 Euro Marke sind selten anzufinden. Ganz ehrlich, wir hatten die Preise anders in Erinnerung.

Ich musste 4-5 mal an die Schiefertafel. Am liebsten hätten wir diese von oben bis unten durchprobiert. Sicher sind die meisten Gerichte im Schnitt 2 Euro teurer als die vergleichbaren Gerichte aus der Standardkarte, dennoch sind diese Gerichte das wahre Aushängeschild des Restaurants. Von gegrillter Dorade, gebratenem Kürbis bis hin zu „Bestes vom Kaninchen“ ist alles zu finden.

Auch wenn die Wartezeit auf die Vorspeisen etwas länger gedauert hat, das Warten hat sich vollends gelohnt. Bruschetta mit Ziegenkäse (5,80) sowie gebratener Kürbis mit edlem Balsamicco, gehobeltem Parmesan auf Feldsalat (6,80) waren vorzüglich und jeweils eine sehr sehr große Vorspeisenportion. Da die Bruschetta vorab kam, haben wir sie uns jeweils geteilt.

Auf einem großen Teller kamen 5 Scheiben gebackenes Weißbrot, oben schön mit gehackten Tomaten, diese waren wunderbar abgeschmeckt, mit feinem sahnigen Ziegenkäse verfeinert. Der Käse hatte nicht den typischen Ziegenstall Geschmack, sondern sehr cremig mit einem zarten Hauch von Ziege - Der Feldsalat von ausgezeichneter Qualität, die gebratenen Kürbisscheiben wunderbar angebraten, mich haben sie an gebratenen Pfirsich erinnert, der Kürbis schmeckt fruchtig und süßlich und passte perfekt zu den Parmesanspalten.

Wir waren danach schon angenehm gesättigt, als dann die Hauptspeisen folgten: Kürbisgnocchi mit Salbeibutter (9,80) sowie Kalbsschnitzel mit Petersilienmantel an Zitronensauce, Pasta und kleinem Salat (12,80).

Die Kürbisgnocchi schwammen regelrecht in der flüssigen Salbeibutter, schmeckten absolut fantastisch, wobei meine Freundin etwas nachsalzen musste. Etwas Salz fehlte auch bei den 3 mittelgroßen Kalbschnitzeln, allerdings waren sie so mega saftig, dass das ganze schon Meckern auf sehr hohem Niveau ist. Angeboten war das Gericht mit Pommes, die Änderung war überhaupt kein Problem (ich würde generell bei so einem tollen Ristorante auf Pommes verzichten). Die Spaghetti hatten ebenfalls von der leicht zitronigen Sahnesauce mit frischen Kräutern etwas abbekommen und hatten ordentlich Biss. Der Beilagensalat bestand aus richtigem grünen Kopfsalat, dazu reife Tomaten und frische Karottenspähne. Ausgezeichnet !!

Wir mussten überlegen, noch ein Nachtisch ?? Wollen wir uns den teilen ?? Wir waren mehr als satt – aber was solls. Süßes geht immer !! (dabei wollten wir eigentlich je nur einen Salat essen) Zwei mal Dessert von der Schiefertafel – Nougat Panna Cotta (4,80) angerichtet mit Waldbeeren, Sahne und jeweils 4 gepuderte Apfel-Achtel. Das ganze wurde mit edlem Kakaopulver verfeinert, in der Panna Cotta waren ganz leichte Nougatstückchen. Hut ab !!! Zum Abschluss gönnten wir uns jeweils einen ebenfalls fantastischen Sambucca, dieser wurde stilvoll in geeistem Grappa Glas serviert !!

Fazit:

Wir haben uns fast geohrfeigt, dass wir seit dem letzten Besuch knapp 2 Jahr gewartet haben. Das „Da Michele“ ist ein grandioser Italiener „ums Eck“ - mit ausgezeichnetem Preis-Leistungsverhältniss und fast nicht zu schaffenden Portionen. Der nächste Besuch wird folgen !!

26.10.14 12:18

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